Clemens Berger
Das Streichelinstitut
Roman
356 S., á 19,90 (D); á 20,50 (A); SFr 34,50
ISBN 978-3-8353-0619-6
Erscheint im März 2010 im Wallstein Verlag
<< zurück ... während Anna als Lektorin in Foucault-Seminaren an der Wiener Uni wenigstens ein bisschen was verdiente. Als Sebastian anderthalb Jahre später wirklich zum Gewerbeamt geht, um in der Mondscheingasse ein Streichelinstitut zu eröffnen, stößt er schon bei der Anmeldung auf fast unüberwindliche Schwierigkeiten: »Massagesalon« schlägt ihm die Beamtin als Rubrizierung vor, weil ihre Liste unter »Streicheln« nichts hergibt. Schließlich einigen sie sich auf »Lebensberatung«. Dass wirklich Leute kommen und auch noch eine Menge Geld bezahlen, überrascht Sebastian fast selbst. Endlich ist er ein »nützliches Mitglied des menschlichen Marktes«, denkt er sich, wenngleich er sich eingestehen muss, dass Zielgruppe und Wunschgruppe nicht identisch sind und sich überhaupt plötzlich ganz ungeahnte Probleme auftun.